Joachim Gauck wird Bundespräsident 2012
Quelle: dpa

Große Mehrheit für den Kandidaten von Rot-Grün

Mit 991 von 1228 gültigen Stimmen wird Joachim Gauck zum neuen, zum elften Bundespräsidenten gewählt. SPD und Grüne haben sich mit ihrem Vorschlag durchgesetzt.

Zwei Jahre zuvor ist das Kräfteverhältnis noch anders. Nach dem überraschenden Rücktritt Horst Köhlers schlagen SPD und Grüne Joachim Gauck bereits damals für das Amt des Bundespräsidenten vor. Doch Kanzlerin Angela Merkel hat andere Pläne – und setzt sich durch. Gewählt wird Christian Wulff, bis dahin Ministerpräsident von Niedersachsen.

Am 17. Februar 2012 tritt auch Wulff zurück. Er ist über eine Vielzahl von Hannoveraner Skandalen und Skandälchen gestolpert, die ihn eingeholt haben – und über seinen dilettantischen Umgang damit.

Angela Merkels nachlassende Macht
Wieder setzen sich SPD und Grüne für Joachim Gauck ein. Und wieder sträubt sich Angela Merkel. Doch diesmal bekommt sie ihren Willen nicht. Die FDP signalisiert Zustimmung für Gauck. Damit hätte ein Unions-Kandidat in der Bundesversammlung keine Mehrheit. Gauck wird gewählt.

Bundespräsidentenwahlen sind oft wie Vorbeben einer Verschiebung der politischen Kräfte im Bund. Das war vor allem 1969 so bei der Wahl Gustav Heinemanns zum dritten Bundespräsidenten. Daran müssen an diesem 18. März 2012 im Reichstag viele denken. (uk)

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