NRW-Wahl 2012: Hannelore Kraft (SPD) bleibt Ministerpäsidentin
Quelle: dpa

Nordrhein-Westfalen weist den Weg

Das hat sich die Union anders gedacht. Angela Merkels Jungtalent Norbert Röttgen soll der rot-grünen Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ein Ende machen. Stattdessen bringt die Wahl am 13. Mai das politische Ende Norbert Röttgens. 

Die strahlende Siegerin heißt Hannelore Kraft. Zwei Jahre zuvor hat sie sich auf das Abenteuer einer Minderheitsregierung eingelassen. Allen Unkenrufen zum Trotz hält das rot-grüne Bündnis gut. Doch 2012 sehen Union und FDP ihre Zeit gekommen: Sie verweigern sich einem Haushaltskompromiss. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ruft Neuwahlen aus. 

Die SPD erhält 42,3 Prozent der Stimmen, die CDU nur 26,3 Prozent. SPD und Grüne (11,3 prozent) verfügen jetzt über eine satte Mehrheit der Landtagsmandate. Das Ergebnis zeigt: Hannelore Kraft hat dem Land wieder ein Gesicht und eine Stimme gegeben, die zu Nordrhein-Westfalen (NRW) passen. Ihr Mantra „Wir wollen kein Kind zurücklassen“ bringt sozialdemokratische Politik auf den Punkt – und entspricht dem Denken einer Mehrheit der Menschen.

Das Ende der neoliberalen Ära
Für Schwarz-Gelb ist das Ergebnis ein Fanal des Untergangs. Umfragen zeigen: Auch im Bund ist diese politische Farbkombination nicht mehr mehrheitsfähig. Der Trend ist rot-grün. Die Ellbogen-Ära des Neoliberalismus geht zu Ende. Bei keiner der vorausgehenden und folgenden Landtagswahlen kann sich Schwarz-Gelb behaupten. Die SPD siegt in Hamburg und Bremen, in Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.

Norbert Röttgen wird kurz nach der Wahl auch aus dem Amt des Bundesumweltministers entlassen: Angela Merkel macht kurzen Prozess. Unter den jungen Hoffnungsträgern in den Ländern bleibt ihr jetzt nur noch David McAllister in Niedersachsen. Aber in der Wahl im Januar 2013 setzt sich Stephan Weil für die SPD durch. (uk)

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