Niedersachsens Kandidat Stephan Weil (SPD) kurz vor der Landtagswahl am 20. Januar 2013
Quelle: ullstein bild - Reuters / Fabian Bimmer

"Am Ende gewinnen die Guten"

An diesem Sonntag macht der Tatort Hannover dem Polizeiruf aus Rostock ernsthafte Konkurrenz. Wahl in Niedersachsen: Spannend wie selten gerät die Auszählung der Stimmen. Erst liegt Schwarz-Gelb knapp vorn, doch um Mitternacht steht fest: Stephan Weil wird neuer Ministerpräsident.

Es sei wie in jedem guten Krimi gewesen, kommentiert Sigmar Gabriel am nächsten Morgen den Einstieg ins Superwahljahr 2013: "Am Ende siegen die Guten."

Die niedersächsischen Wähler düpieren den CDU-Spitzenkandidaten und bisherigen Ministerpräsidenten David McAllister. Sie berauben Angela Merkel ihres letzten Hoffnungsträgers. Zudem nötigen sie die FDP, weiter zu ihrem ungeliebten Vorsitzenden Philipp Rösler zu stehen. Und sie verweisen die Linke und die Piraten deutlich in die Schranken.

Das Jahr des Wechsels
SPD und die Grünen legen zu. Stephan Weil sieht darin ein Vorzeichen für den September, die Bundestagswahl: "Das Jahr des Wechsels hat begonnen!" Seine niedersächsischen Sozialdemokraten haben sich weder durch deprimierende Meinungsumfragen noch durch ein Schlagzeilengewitter einschüchtern lassen, das auf Peer Steinbrück niederging. Stephan Weil lobt: "Ihr habt Haltung gezeigt!"

Angela Merkel, CDU-Chefin und Bundeskanzlerin, zeigt sich "ein Stück weit traurig". Kein Wunder. Sie hat intensiv in den niedersächsischen Wahlkampf eingegriffen. Diese Niederlage ist auch ihre Niederlage. Rot-Grün dominiert ab sofort den Bundesrat. Andrea Nahles: "Frau Merkel ist jetzt eine Königin ohne Land." (uk)

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Altbundeskanzler Helmut Schmidt stirbt. Er wird 96 Jahre alt. Schmidt hat die deutsche Politik geprägt wie kaum ein anderer, als Senator in Hamburg, als Minister unter Willy Brandt und von 1974 bis 1982 als Bundeskanzler.

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