Lassalles Spuren in Görlitz
Quelle: Sabine Wenze

Auf Lassalles Spuren in Görlitz

Anders als man heute erwarten würde, ist nicht nur der "Ruhrpott" bzw. Nordrhein-Westfalen die Herzkammer der Sozialdemokratie. Historisch liegt der Ursprung der Arbeiterbewegung weiter östlich: In Sachsen nämlich. Zerrieben durch die Folgen des Zweiten Weltkrieges und die Verfolgung in der DDR, ist von der einstigen Stärke heute leider nur noch wenig übrig. Gerade beginnt hier die Spurensuche, setzt man sich mit der sozialdemokratischen Geschichte auseinander.

Görlitz gehört wahrscheinlich zu den schönsten historischen Orten der Sozialdemokratie, westlich der Oder– Neiße– Grenze. Früher war die Stadt einmal zentraler Dreh– und Angelpunkt der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung, eine Industriehochburg an der Neiße, mit zehntausenden Mitgliedern. Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges, der Zerstörung, der Teilung und der Zwangsvereinigung und Verfolgung in der SBZ/DDR ist davon heute nur noch wenig übrig.

Nichtsdestotrotz lohnt es sich, die Stadt als sozialdemokratischer Geschichtstourist zu besuchen. Der Reise-Service bietet im Jubiläumsjahr diese Möglichkeit.

Los geht’s am 25. September 2013. Der Anreisetag startet locker. Direkt in der Hotel-Lobby startet das SPD-Erzählcafé mit Gerhild Kreutziger und Historiker Dr. Kretzschmar.

Am 26. September folgt ein ganzer Tag in Görlitz. Gemeinsam erkundet man die verschiedenen historischen Traditionslinien der Stadt, denn in Görlitz vereinen sich katholische, protestantische, preußische und schlesische Geschichte.

Nach einem Tag voller europäischer Kulturgeschichte wird am Abend Prof. Dr. Helga Grebing dazustoßen. Sie ist Mitglied der Historischen Kommission beim SPD Parteivorstand und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte der SPD und der Arbeiterbewegung. Die Berlinerin begeistert regelmäßig Veranstaltungsteilnehmerinnen und –Teilnehmer mit ihren lebendigen Vorträgen und ihrer "Berliner Schnauze".

Mit ihrem Vortrag wird sie den Bogen von der Stadtgeschichte Görlitz' über die Geschichte der Arbeiterbewegung vor Ort und darüber hinaus spannen.

Am Freitag dem 27. September geht es nach Wrocław, Breslau, die Geburtsstätte von Ferdinand Lassalle. Mit ihrer historischen Altstadt gehört sie zu schönsten Städten Polens. 

Am 28. September stehen Świdnica (Schweidnitz), die seit kurzem Weltkulturerbe ist, und Krzyżowa (Kreisau) auf dem Plan. Von letzteren Ort aus organisierte die Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis ihre Arbeit gegen den Hitlerfaschismus.

Am 29. September endet die Spurensuche: Abreisetag. Wer möchte, kann noch den Reichenbacher Turm in Görlitz besteigen.

Alle Informationen zur Spurensuche in Görlitz finden sich hier.

Weiter Reiseangebote gibt es beim SPD-Reiseservice.de. Gute Reise!

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