Leipzig Pantheon
Quelle: Ullstein

Pantheon Leipzig

Den historischen Namen Pantheon Leipzig trägt heute ein Ge-
bäude der Internationalen Baufachausstellung von 1913. Die 1838 in der Dresdener Straße 20 im Biedermeierstil entstan-
dene Gaststätte Collosseum mit Ballsall und Biergartenbetrieb wurde 1863 in Pantheon umbenannt. 

Dort gründeten am 23. Mai 1863 zwölf Delegierte aus Leipzig, Barmen und Elberfeld (Wuppertal), Solingen, Hamburg, Har-
burg, Mainz, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, unter Betei-
ligung von 65 Arbeitern aus Leipzig den Allgemeinen Deutsch-
en Arbeiterverein (ADAV), die erste Arbeiterpartei, die in Deutschland an allgemeinen Wahlen teilnahm.

Zum Präsidenten wählten die Delegierten Ferdinand Lasalle (1825-1864), der in seinem offenen Antwortschreiben die Initia-
toren dieses Kongresses zur Parteigründung ermutigt und ihre politischen Forderung formuliert hatte.

Später fanden zahlreiche Versammlungen der Frauen- und Arbeiterbewegung hier statt, so am 1. Mai 1891 auch die erste offizielle Maifeier.

Das Saalgebäude wurde 1933 abgerissen, das verbliebene Vorderhaus 1977. Eine Erinnerungstafel wird am 22. Mai feierlich eingeweiht.

(Quelle: Klaus Wettig, Orte der Sozialdemokratie, vorwärts buch, Berlin 2013.)

Pantheon
Dresdnerstraße 20
04103 Leipzig

Anfahrt:
Haltestelle Gerichtsweg (Straßebahnlinien 4 und 7)

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